Reservisten und Schüler arbeiten auf Friedhof Drucken

vom 01.11.2004; Mitteldeutsche Zeitung


Kriegsgräberfürsorge: Prominente sammeln

Halle/MZ/kpr. Zur flotten Musik des Jugendblasorchesters der Kooperativen Gesamtschule (KGS) "umboldt" sammelten Mitglieder der Reservistenkameradschaft Halle und des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge Spenden auf dem Boulevard. Unterstützt wurden sie von Prominenten: Saalkreis-Landrat Knut Bichoel, die halleschen Dezernenten Hans-Jochen Marquardt und Eberhard Doegesowie der CDU-Fraktionschef im Stadtrat, Bernhard Bönisch, griffen zur Sammelbüchse. Christian Petersen, Oberstleutnant a.D. und Beauftragter für die Bundeswehr, erklärte, der Volksbund finanziere sich zu 90 Prozent aus Spenden und Beiträgen und zu zehn Prozent durch Bund und Länder. Kriegsgräber-Abkommen gibt es laut Petersen derzeit mit 44 Ländern in Europa, Asien und Afrika. Die Kriegsgräberfürsorge wolle "gegen das Vergessen der Opfer arbeiten und auch junge Menschen dafür sensibilisieren". Die Spendensammlung erbrachte 200 Euro. Rund 30 Reservisten, Herder-Gymnasiasten und Humboldt-Schüler beteiligten sich am Sonnabend am Arbeitseinsatz auf dem Gertraudenfriedhof. Sie pflegten Soldatengräber beider Weltkriege und von zivilen Bombenopfern. In den Anlagen wurden Laub entfernt, Wege geharkt, Hecken verschnitten. Mit der KGS verbindet Reservisten und Verbund eine enge Beziehung. Es gab eine gemeinsame Exkursion.